Neue Upanishad / Unser Lebenssinn und seine Verwirklichung


Unser Lebenssinn und seine Verwirklichung

Die Evolution (die positive Entwicklung) des Universellen Bewußtseins, das als Gott genannt wird, geschieht durch die Verkörperung kleiner Teilchen Seiner Energie in materielle Körper und deren Entwicklung in diesen Körpern (auf den für das organische Leben günstigen Planeten).

Der Wachstumsprozeß jeder solchen energetischen Einheit fängt auf den Kristallgittern der Minerale an, wird dann aufeinanderfolgend in Pflanzen, tierischen und menschlichen Körpern fortgesetzt.

Auf der menschlichen Stufe der Entwicklung nach vielen erfolgreichen Leben in den menschlichen Körpern — bekommt jede solche energetische Einheit (Bewußtseinseinheit, die Seele), die eine Verdichtung der vernünftigen Energie darstellt, die Möglichkeit, sich mit seinem Schöpfer zu vereinen. Sie ergänzt und bereichert Ihn dabei. Deswegen schafft der Gott periodisch materielle Welten in verschiedenen Teilen des Weltalls.

Der Lebenssinn des Menschen besteht also in seiner bewußten Vervollkommnung (als Bewußtsein, Seele) nach den qualitativen und quantitativen Parametern mit der Absicht, die Göttlichkeit zu erlangen, den Schöpfer zu erkennen und sich mit Ihm zu vereinigen.

Der Schöpfer versorgt die verkörperten Menschen mit der Information darüber durch die Propheten und durch die Verkörperung in die menschlichen Körper der Bewußtsein derjenigen, die Vollkommenheit erlangt und sich mit Ihm vereint haben. Er leitet auch den Entwicklungsprozeß aller verkörperten Seelen durch den Brahman (den Heiligen Geist) und durch andere Geiste.

Der Schöpfer ist daran interessiert, daß sich Seinem Aufenthaltsort nur hochwürdige Seelen nähern. Die Vorbedingung zur Auswahl der Würdigen ist die Zuteilung der Wegwahlfreiheit an die Menschen Er beschränkt nur etwas die Freiheit der Fehlerverrichtung.

Auf den früheren Stufen der Menschenentwicklung in der Reihenfolge seiner Verwirklichungen kann sich der Mensch vervollkommnen durch die Verwaltung des eigenen Körpers, durch die Verschaffung für sich und für die anderen der Bedingungen für die materielle Existenz, durch seine Aktivität im Reproduktionsbereich. In folgender Stufe entwickelt er aktiv seine Intelligenz z.B. durch wissenschaftliche Kenntnisse und persönliches Schaffen in der Wissenschaft und in verschiedenen Produktionssphären.

Auf der höheren Stufe beherrscht er die esoterischen religiösen Kenntnisse und Vervollkommnungsmethoden. Dank den meditativen Übungen lernt er, in die feinere Schichten des mehrdimensionalen Alls zu kommen und sich dort zu fixieren. Die Abschlußstufe auf diesem Weg ist das Eindringen (das Ankommen) in den Aufenthaltsort des Schöpfers und die Vereinigung mit Ihm dort. Die Festigung dieses Statusses bedeutet die Vollendung der persönlichen Evolution der individuellen Seele.

Der Schöpfer ist Einheitlich, weil Alle, die sich mit Ihm vereinigt haben, verbleiben in ursprünglichen Äon im gemeinsamen gelösten Zustand und jeder empfindet sich als Einheitliches Universelles "Ich". Es gibt im Aufenthaltsort des Schöpfers keine individuellen Seelen.

Solche Vollkommenen Seelen können die geistige Hilfe den verkörperten Menschen weiter leisten, indem Sie Ihre Teile in der Welt der Schöpfung individualisieren. Sie helfen den verkörperten Menschen, wenn Sie im unverkörperten Zustand handeln, oder sich in den menschlichen Körpern verwirklichen. In verschiedenen Sprachen nennt man Sie verschieden — Messias, Christen, Avatars. Sie sind mit dem Gott-Vater (Ishvara) und dem Heiligen Geist (Brahman) einig. Die bekanntesten von Ihnen sind auf der Letzten Stufe der Erdevolution Huang Di, Krishna, Jesus Christus, Gautama Buddha, Babaji, Sathya Sai Baba. (Die Analyse Ihrer Lehren kann man in den Büchern [6,9] kennenlernen.)

Die Vorbedingung zum Start auf dem ernsten geistigen Weg besteht in der Annahme der Konzeption der Liebe durch den Menschen. "Gott ist Liebe" — diese grundsächlichste Formel hat Jesus Christus auf der Erde deklariert. Sie wird von unserem zeitgenössischen Avatar Sathya Sai in seinen Predigten ständig wiederholt und erklärt.

Aus dieser Formel folgt insbesondere, daß wir uns allmählich in unerschütterliche Liebe umwandeln sollen, um in uns das Göttliche zu entwickeln und uns wegen unserer Liebe zu Ihm dem Schöpfer zu näheren.

"Die Umwandlung sich selbst in die Liebe" — dieser Aufruf bekommt konkrete Bedeutung bei der wissenschaftlichen Erkenntnis der Natur des menschlichen Organismus und Methoden seiner Vervollkommnung. (Ausführlich darüber sieh in den Büchern [4,5,7,8]). Um das zu verstehen, muß man folgende Grundsätze (Thesen) annehmen:

Der verkörperte Mensch ist kein Körper, sondern ein Bewußtsein (die Seele), das im Körper lebt und vorübergehend mit dem Körper verbunden ist.

Emotionen sind Bewußtseinszustände.

Die Organe, die für die Emotionen verantwortlich sind Chakren (keinesfalls Kopfgehirn). Chakra Anahata (das geistige Herz), das sich in der Brust befindet, ist z.B. für verschiedene Nuancen der Liebesemotion verantwortlich. Das geistige Herz, das innerhalb des Körpers vollständig formiert wurde, füllt die ganze Brusthöhle aus. Die Entwicklung dieses Organs kann bei den dazu vorbereiteten Schülern durch spezielle psychisch-energetische Methoden schnell und leicht verwirklicht werden3.

Viele weniger wesentliche Details ausschließend, kann man sagen, daß die weitere Entwicklung des Menschen auf seinem Weg zur Vereinigung mit dem Schöpfer vor allem in dessen Wachstum als geistiges Herz besteht. Zuerst geschieht dieses Wachstum (die Ausdehnung) im Umfang des physischen Körpers, dann in seiner Umwelt, später umfaßt das geistige Herz unseren ganzen Planeten im Aspekt "des Bewußtseins der Erde" und wächst in den feineren Loken in den Maßstäben der Galaxis und dann des Weltalls weiter.

Die Selbstentwicklung als geistiges Herz ist eben die einzige Möglichkeit der unmittelbaren Annäherung zum Schöpfer, dessen Erkenntnis und der Vereinigung mit Ihm.

Wir haben schon die These berührt, daß die positive Evolution des individuellen Bewußtseins in zwei Grundrichtungen geschieht: qualitativ und quantitativ.

Über den quantitativen Aspekt haben wir eben gesprochen, es ist das Wachstum der Größe des "Energieklumpens" (der "Verdichtung") der individuellen Seele von der winzigen Größe bis zu den kosmischen Ausmaßen. Es ist gar nicht schwer, diesen Wachstumsprozeß zu verwirklichen, wenn man entsprechende Kenntnisse und Methoden beherrscht. Das sind die Meditationen an den speziell für jede Einweihung ausgewählten "Kraftstellen" und andere Methoden. Es kann ein oder zwei Jahre und weniger dauern.

Viel komplizierter ist aber die Gewährleistung der qualitativen Vervollkommnung der Seele. Sie besteht aus drei Komponenten: ethischem, intellektuellem und der Verfeinerung.

Die ethische (sittliche) Komponente meint den vorsichtigen, sorgsamen und mitfühlenden Umgang mit allen Formen des evolutionisierenden Lebens, einschließlich Pflanzen, Tiere, Menschen. Die Verursachung des Leidens den Tieren und deren Tötung wegen der Befriedigung egoistischer Verfressenheit, wegen der ebenso lasterhaften Laune, sich in Pelz — und Ledererzeugnisse zu bekleiden — das ist unvereinbar mit der echten Liebe, mit den Ansprüchen auf den geistigen Fortschritt.

Die ethische Selbstkorrekur des Menschen bedeutet die vollkommene Tilgung durch ehrliche Reue und Selbstkontrolle des Potentials zur Bekundung aller seelischen Eigenschaften, die dem Liebesprinzip nicht entsprechen: d.h. des Zornes in verschiedenen Formen, der Gewaltsamkeit, des Hochmuts, der Eitelkeit, der egoistischen Sexualität und anderer Äußerungen des menschlichen Egozentrismus.

Im Gegenteil, der Mensch soll in sich auf jede Weise Liebe, Sorgsamkeit, Zartheit, Bereitschaft zu geben und nicht zu nehmen, Selbstaufopferung für den Evolutionsprozeß der anderen anerzichen.

Die ethische Komponente der Menschenentwicklung meint auch die Formierung der Liebe zum Schöpfer, der Ergebenheit zu Ihm, den allmählichen Wechsel vom Egozentrismus zum Gotteszentrismus. Zuerst muß man darüber klar werden, was Gott ist. Durch viele Stufen der Einweihung in die meditative Techniken und deren Beherrschung erkennt der Mensch allmählich immer feinere "Schichten" des mehrdimensionalen Absolutes und lernt, sich mit dem dort weilenden Bewußtsein zu vereinen. So gelangt er zur tiefsten "Schicht" — zum Aufenthaltsort des Schöpfers und schließt sich Ihm an ähnlich dem Tropfen, der in den grenzlosen universellen Ozean des ursprünglichen Bewußtseins einfließt.

Auf diesem Weg begegnet der Mensch unvermeidlich vielen "Versuchungen" und erschreckenden Situationen, die von Gott geschaffen werden damit der Mensch Kontakt mit lasterhaften verkörperten Menschen und Geistern hat. Solche Proben können nur die Menschen mit hinreichender Lebenserfahrung und entwickelter Intelligenz bestehen.

Unter der Entwicklung der Intelligenz werden drei Komponenten gemeint: die Bereicherung des Wissens, die schöpferische Komponente und die Fähigkeit, wahrhafte und falsche Ansichten zu unterscheiden. Die Erlangung dieser Eigenschaften wird begünstig durch Ausbildung, aktive vielfältige soziale Tätigkeit als Hilfe für andere Menschen, durch das Studium der religiösen Erfahrungen vieler Schulen und Konfessionen sowie eigene praktische religiöse Erfahrung.

Es ist klar, daß noch psychogenetisch und ontogenetisch zu junge Menschen, die über keine hinreichende Lebenserfahrung in dieser Verwirklichung verfügen, intellektuell und ethisch nicht reif sind. Sie sind nicht imstande, auf den hohen Stufen des geistigen Weges zu bleiben. Sie geben bestenfalls die geistige Arbeit freiwillig auf, und schlimmstenfalls beteiligen sie sich an verschiedenen religiösen Entstellungen (Verirrungen) oder an "religiöser Spielerei".

Die gefährlichste Folge solcher religiösen Entstellungen kann die Psychopathologie nach der Art der Schizophrenie sein. Was die hohen geistigen Einweihungen betrifft, ist die passende Losung "Lieber weniger als zu viel zu geben!" angebracht. Bei der Geschwindigkeitsüberschreitung kann man gar leicht "vom Weg hinunterfliegen". Nur der göttliche Lehrer kann genau optimale Geschwindigkeit des Fortschritts für den Schüler bestimmen, die seinen realen Möglichkeiten entspricht.

Die dritte Komponente des qualitativen Aspekts der individuellen Seelenentwicklung ist die Verfeinerung des Bewußtseins. Die räumliche Dimensionen des mehrdimensionalen Absolutes werden nach dem Kriterium der Feinheit — Grobheit unterschieden. Sie sind dem diskreten Wellenbereich auf der Wellenskala ähnlich. Die feinste Schicht des universellen Bewußtseins ist gerade der Schöpfer. Das entgegengesetzte Ende dieser Skala ist der Aufenthaltsort von Dämonen und Teufeln; das ist die Hölle.

Die räumlichen Dimensionen sind gar keine mathematischen Abstraktionen, sondern für ein entwickeltes und verfeinertes Bewußtsein gut sichtbare Schichten. Die Grenzen zwischen ihnen sind so zu sehen, wie die zwischen dem durchsichtigen Öl und Wasser, die in ein Glasbehälter hineingegossen wurden.

Nach der Entkörperung kommt das individuelle Bewußtsein in die Schicht, zu deren Zustand es sich beim Leben im Körper angewöhnt hat. (Der Autor zeugt davon auf Grund der eigenen Erfahrung von zwei klinischen Todesfällen, die in seinem Buch [2] beschrieben sind.) Angesichts des sich mit jedem Tag nähernden Körpertodes muß man sich anstrengen, um alle groben emotionellen Zustände mit allen Kräften in sich abzuschaffen und die feinen und feinsten mit allen möglichen Mitteln zu pflegen. Das wird erreicht durch die Einstimmung auf die feinsten Zustände der lebendigen Natur, auf entsprechende Kunstwerke, durch die feinste Zartheit, deren Möglichkeit die harmonischen sexuellen Beziehungen und die Erziehung der Kinder schaffen.

Die schnelle Verwandlung des emotionalen Bereiches und die volle Kontrolle über seine Emotionen können nur die Methoden der Sebstregulierung gewährleisten, die auf der Arbeit mit emotiogenen Strukturen unseres Organismus — Chakren und einigen Meridianen beruhen. Eine der Systeme der psychischen Selbstregulierung wurde in unserer geistigen Schule ausgearbeitet und viele Jahre ausprobiert [2,7,8].

Es sei betont, daß der Mensch seinen Status im mehrdimensionalen Raum nur während des Aufenthaltes im verkörperten Zustand verbessern kann, denn die "Kristallisierung" der Bewußtseinsenergie (d.h. deren Anreicherung in jeder neu erschlossenen Loka) ist nur durch energietransformierender Strukturen des physischen Körpers möglich.

 

* * *

 

Die Kraft des Bewußtseins ("persönliche Kraft") des Menschen ist unmittelbar mit der Größe des "Klumpens" der Bewußtseinsenergie (sowie mit der Fähigkeit, sich mittels des Bewußtseins zu versetzen und zu handeln) verbunden. Das entwickelte Bewußtsein des verkörperten Menschen ist einer riesigen Amöbe ähnlich. Es kann seine Fangarme auf große Entfernungen frei ausstrecken, um dort die nötige Information zu bekommen und wenn nötig, einzuwirken. Es ist möglich, sich dorthin fast ganz zu versetzen, indem man nur einen geringeren Teil von sich selbst im physischen Körper läßt.

Auf solche Weise geschieht Diagnostik und Heilung aus großen Entfernungen. Der telepathische Kontakt wird auch nach diesem Prinzip verwirklicht, und gar nicht durch elektromagnetische Strahlung des Kopfgehirnes. Der Effektivität der Arbeit eines telepathischen Paares hängt von der Bewußtseinsgröße der Teilnehmer ab.

Der Mechanismus von "großen" siddhi (d.h. Dematerialisierung, Materialisierung, Levitation, Teleportation) kann dreierlei sein.

Die erste Variante ist die persönliche Einwirkung aus dem Aufenthaltsort des Schöpfers des sich dort aufhaltenden Bewußtseins (früher individuellen). Als Beispiele dafür seien die "Wunder" von Jesus Christus, Babaji, Sathya Sai, David Copperfield erwähnt.

Die zweite Variante. Gott schafft "Wunder" um einen würdigen Menschen herum, ohne sein Wissen manchmal. Der Zweck ist — die Aufmerksamkeit der ihn umgebenden Menschen zu seiner positiven Tätigkeit heranzuziehen und den Menschenverstand auf die Suche der Wahrheit, die außerhalb der materiellen Welt liegt, zu lenken Derartige Beispiele sind z.B. in der Autobiographie von Uri Geller beschrieben [10].

Es kommt aber vor, daß äußerlich ähnliche "Wunder" geschehen um die sich nicht dem Schöpfer annähernden Menschen. Das ist die Tätigkeit einiger starken Geister, die sich Zauberer "bedienen". Andere Beispiele solcher Art stellt in Hülle und Fülle die Erscheinung dar, die als "Poltergeist" bekannt ist.

 

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In der Praxis unserer Schule führen wir die ganze Arbeit unter der Leitung der göttlichen Lehrer durch, der führende unter ihnen ist zur Zeit auf der Erde Sathya Sai. Wir sind bereit, unter ihrer Leitung, diese Kenntnisse und Fähigkeiten allen würdigen Menschen auf der Erde zu vermitteln.

Unser Programm schließt theoretische und ethische Komponenten ein, die man sich aus Büchern und Gesprächen aneignet. Es bestehl ausserdem aus ökologischem, abhärtendem und ästhetischem Unterricht, aus Unterweisung in Entspannungstechniken, Reinigungsprozessen und in der Entwicklung von Chakren und Grundmeridianen.

Schon in dieser Etappe erreichen die Menschen den besten Gesundheitszustand, sogar solche Krankheiten wie Krebs treten zurück.

Die extrasensore Fähigkeiten der Schüler werden entwickelt. Sie können diagnostizieren, heilen, unmittelbar (ohne Geräte) die gute und schlechte Energetik des Raumes bestimmen und die "Kraftstellen" entdecken.

Aber die höchsten geistigen Leistungen sind nur im Mönchswesen möglich...

 

 

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Wladimir Antonow

Neue Upanishad: Die Struktur des Absolutes und dessen Erkenntnis

Inhaltsverzeichnis

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